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Microsoft Access Database

07.07.2010 @ 15:50, Jotr,

Die Microsoft Access Database ist das Standard-Datenbank-Format
von Microsoft Access. Die Standard-Datei-Erweiterung ist „.mdb“ (seit Access 2007 auch „.accdb“). MDB ist die Abkürzung für Microsoft DataBase und ein Dateiformat, welches eine Datei-basierte proprietäre Datenbank darstellt. Der interne Aufbau ist somit weitestgehend nur Microsoft bekannt. Programmierer können diese Datenbank über die Jet-Engine oder ActiveX Data Objects nutzen.

Allgemeine Details

Microsoft Access (CodeName „CIRRUS“) ist das wohl erfolgreichste Datenbank-Format der Welt. Erschienen 1992 hat es in nur vier Jahren das damals in diesem Sektor führende Datenbank-Format dBase abgelöstArtikel in PC-Welt, Ausgabe Mai 1996. Geschätzte 100 Millionen Installationen weltweit machen es zur Nummer Eins.

Das Datenbankformat bietet seit Version 1.0 (1992): Tabellen, Referentielle Integrität, Check-Clauses, Encryption, User-Management, Dialoge, Reports, Stored-Queries und VBA-Interaction (anfangs noch AccessBasic genannt) an.

Es gibt zahlreiche Anwendungen, die dieses Datenbankformat verwenden, da es auch mit den Programmiertools von Microsoft mitgeliefert wird. Eine abgewandelte Form dieses Dateiformates wird auch in Microsoft MapPoint benutzt, oder als sogenannte Blue-Jet in Microsoft Exchange sowie z. B. für die Windows Server Active Directory-Datenbank. Eine Vorgängerversion dieses Formates wurde ab 1989 mit Microsoft Basic Professional Development System (PDS) Version 7.0 und 7.1 sowie mit Microsoft Visual Basic für Dos Version 1.0 als sogenannte ISAM Datenbank (Beispieldatenbank BOOKS.MDB) inklusiv Bearbeitungstools ausgeliefert.

Es existieren bereits viele unterschiedliche Versionen, die zum Teil nicht kompatibel zueinander sind. Zur Nutzung ist daher häufig ein Importfilter oder Konverter nötig.

Versionen

  • „Access 0.5“ – enthalten in Microsoft BASIC Professional Development System (PDS), 16 Bit, DOS-ISAM-Datenbank, Maximal-Größe 128 MB, Seitengröße 2 KB, lokaler Zeichensatz
  • Access 1.0 – wählbarer Zeichensatz pro Feld
  • Access 1.1 – maximale Datenbank-Größe 1 GB
  • Access 2.0 – enthalten in Office Professional 4.3
  • Access 7.0 / 95 – enthalten in Office 95, 32 Bit
  • Access 8.0 / 97 – enthalten in Office 97
  • Access 9.0 / 2000 – enthalten in Office 2000, maximale Datenbank-Größe 2 GB, Seitengröße 4 KB, Unicode (UCS2 oder UTF-8? bei UnicodeCompression)
  • Access 10.0 / 2002 – enthalten in Office XP
  • Access 11.0 / 2003 – enthalten in Office 2003
  • Access 12.0 / 2007 – enthalten in Office 2007

Der Sprung in den Versionsnummern (von Version 2.0 auf 7.0) ist darauf zurückzuführen, weil es zur Zeit von Version 2.0 (vor Windows 95) noch kein richtiges Office gab, sondern lediglich die einzelnen Anwendungen Access 2.0, Excel 5.0 und Word 6.0. Und da unter Windows 95 das Office als ganzes Paket betrieben werden sollte, war die nächste freie Versionsnummer (von Word aus betrachtet) die 7.

In der Version „Access 0.5“ (mit DOS-ISAM-Datenbank) sind noch keine grafischen Werkzeuge enthalten, sondern lediglich die Jet-Tabellen (Beispiel-Datenbank: BOOKS.MDB).

Erweiterung auf SQL-Server

Eine MDB ist als Backend für größere Datenmengen ungeeignet, da ihre Größe aktuell maximal 2 GB betragen kann und außerdem die Zugriffszeit bei gleichzeitiger Benutzung von mehreren Rechnern aus erheblich steigt. Eine bewährte Faustformel besagt: Maximal 20 User und maximal 200 MB.

Diesen Nachteil hat Microsoft in der Weise zu kompensieren versucht, dass ab Version 2000 die sogenannte MSDE (Microsoft Data- oder Desktop-Engine) mit Office 2000 oder Visual Studio ausgeliefert wurde, eine im Leistungsumfang beschränkte, kostenfreie Version des Microsoft SQL Server. Mit SQL Server 2005 hat Microsoft die MSDE in Express Edition umbenannt. Von Version zu Version hat Microsoft auch die Einschränkungen gelockert, die aktuelle SQL Server 2008 R2 Express Edition unterstützt einen Prozessor, ein GB RAM und eine maximale Datenbankgröße von 10 GB.http://msdn.microsoft.com/de-de/library/cc645993.aspx#Scalability -
Microsoft SQL Server 2010 Editionen im msdn

Die Umstellung auf SQL-Server als Backend-Datenbank ist seit jeher möglich mit dem sogenannten „Upsizing-Wizard“, welcher seit der Version 2000 fest eingebaut ist unter Extras | Datenbank-Dienstprogramme | Upsizing-Assistent.

Weblinks

  • MSDE 2000 Deutsch – Microsoft SQL Server 2000 Desktop Engine (MSDE 2000) Version A
  • MDB-Tools – Sammlung von Open Source-Werkzeugen und Bibliotheken für Access-Datenbanken (leider seit Mitte 2004 nicht mehr gepflegt. Deshalb wird hier demnächst ein Link auf eine bessere Bibliothek „DataLib“ erscheinen)

Einzelnachweise

Kategorie:Datenformat

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